Stücke > Repertoire > Boys don't cry Boys don't cryRegie: Heike M. Götze Junges Schauspiel I ab 16 Im Anschluss Publikumsgespräch Fr 12.03.10 | 19:30–20:30 | Ballhof Eins »Boys don’t cry« wird das 2. Norddeutsche Kinder- und Jugendtheaterfestival »Hart am Wind« vom 20. bis 27. Februar 2010 in Hannover eröffnen. Die Vielfalt, in der menschliche Identität auftreten kann, ist groß. Die Fülle an Rollenmustern, die unsere Gesellschaft akzeptiert, bleibt demgegenüber höchst beschränkt. Er war neu in der Kleinstadt Humboldt, Nebraska, und kam bei den Mädchen gut an. Lana Tisdale verliebte sich in ihn, bald gingen sie miteinander. Brandon Teena war 21 Jahre jung und der perfect guy, der auch mit den Männern in seiner neuen Clique gut konnte. Zwei seiner Kumpels, John Lotter und Tom Nissen, kamen drei Wochen nach seiner Ankunft dahinter, dass Brandon Teena eigentlich Teena Brandon hieß, dass er den Körper einer Frau hatte. Aus Rache für diese Täuschung vergewaltigten sie ihn acht Stunden lang, sechs Tage später töteten sie ihn, um die Spuren zu vertuschen. Ihr Weltbild konnte nicht zulassen, dass Teenas Identitätsgeschlecht trotz seiner biologischen Weiblichkeit männlich war. Vor dem Hintergrund einer aggressionsgeladenen Langeweile, wie sie viele Kleinstädte beherrscht, erzählen die tragischen Ereignisse von Humboldt, welch gewaltsamen Kräfte freigesetzt werden können, wenn die Programmierung medial-sozial vermittelter Denkklischees abstürzt. »Boys don’t cry«, 1999 erfolgreich von Kimberly Peirce verfilmt und mit einem Oscar ausgezeichnet, ist eine wahre Geschichte aus der amerikanischen Provinz, aber auch eine Geschichte aus der Provinz der menschlichen Seele.
Video
Regieteam Regie
Heike Marianne Götze Besetzung Brandon Teena
Julia Schmalbrock |
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