Stücke > Repertoire > Der Bau Der Bauvon Franz Kafka Regie: Nora Hecker Di 09.02.10 | 20:00–21:10 | Cumberlandsche Galerie Es kratzt, scharrt, gräbt, prüft, baut um, wühlt auf ... Unschlüssig schaukelt diese Kreatur in ihrem Bau von einer Sorge zur anderen, »nippt an allen Ängsten und hat die Flatterhaftigkeit der Verzweiflung«, so beschrieb Walter Benjamin das namenlose Erdtier, dem wir durch kunstvolle, wahnwitzige Gedanken-Gänge folgen. Dieses Wesen ist mit menschlicher Sprache begabt, animalisch und zugleich ein Gewohnheitstier. Es lebt in einem Labyrinth, sein Ziel: die größtmögliche Sicherheit. Permanent damit beschäftigt, sein Heim zu perfektionieren, vernimmt es eines Tages ein zunächst unmerkliches Geräusch und diffuse Angst wandelt sich in Paranoia. Etwas Fremdes lauert ... »Der Bau« ist ein Fragment aus Kafkas Nachlass. Mit feinem Witz beschreibt er in einem gewaltigen Sprachstrom darin die Organisation des Lebens, die Besessenheit vom Besitz, öffnet Denkräume. Was gibt uns Halt?
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Nora Hecker Besetzung |
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