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Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen

Familienstück I ab 8 nach James Krüss

Regie: Christian Tschirner

Mi 10.02.10 | 11:00–13:00 | Schauspielhaus

© Katrin Ribbe© Katrin Ribbe© Katrin Ribbe© Katrin Ribbe

Mein Lebens-ABC

Auf der Insel Helgoland

Bei viel Wasser, Wind und Sand

Centimeterkurz (kein Held)

Drang ich ein ins Licht der Welt

Erste Verse reimte ich

Früh schon friesisch – meist für mich

Gern fuhr ich auch kreuz und quer,

Hummer fangend mit aufs Meer,

Insulaner war ich hier,

Jedenfalls mit viel Pläsier,

Kam jedoch aufs Festland dann,

Lernte fleißig Lehrersmann,

Mußte aber mit Gewehr,

Noch ein Jahr ins Kriegesheer,

Ohne Paß – der Krieg war aus –

Pilgerte ich nach Haus,

Querte Deutschland wochenlang,

Radelnd auch und mit Gesang.

Später, statt als Lehrersmann,

Trat ich dann als Dichter an.

Und was ich so schreib, gefällt

Vielen Kindern auf der Welt.

Wie erfreulich und wie nett!

X,

Ypsilon,

Zett.

James Krüss

 

Der Junge Timm Thaler ist traurig. Sein Vater ist gestorben, und nun steht er allein auf der Pferderennbahn. Da begegnet er einem Herrn Lefuet und gewinnt plötzlich eine völlig abwegige Pferdewette. Timm ist begeistert, und sie schließen einen Vertrag, der sein ganzes Leben verändern wird: Lefuet schenkt Timm die Fähigkeit, nie eine Wette zu verlieren. Der Preis: sein Lachen. Bald jedoch merkt Timm Thaler den Wert dessen, was er verloren hat, und zieht aus, um den Baron zu suchen und sein Lachen zurückzuerobern. Doch Timm Thaler gerät immer mehr in die Fänge des global players Lefuet, bis er gar zu einem Produktlogo wird. Im Laufe der Geschichte scheinen Wirtschaftsvorgänge wie Aktienhandel und Konzernverkäufe für den Jungen ebenso natürlich wie Kriegsgeschäfte, Patentknebel und Militärdiktaturen. Der Roman von James Krüss in der Bühnenfassung von Dirk Fröse thematisiert aktuelle Fragen unserer Welt – von den fakes der Werbemaschinerie und dem Hype um Kinderstars bis zum Afghanistanfeldzug und der Hilfsindustrie in Afrika – ohne dabei jedoch moralinsauer zu werden. Denn: Um den Verlockungen des Teufels zu widerstehen, muss gelacht werden. Kommt und lacht!

Pressestimmen

Regieteam

Regie Christian Tschirner
Bühne Renate Schuler
Kostüme Elke Sivers, von
Musik Sven Kaiser
Dramaturgie Aljoscha Begrich

Besetzung

Timm Thaler Sebastian Kaufmane
Lefuet Rainer Frank
Kreschimir Christoph Müller
Rickert Harald Schandry
Johnny Thomas Jansen
Frau Thaler / Senhora Harriet Kracht
Frau Bebber / Frau Rickert / Zimmermädchen Esther-Maria Barth
Musiker Martin Gontarski
Sven Kaiser
Kai-Uwe Lipphardt
Jörg Ostermayer

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